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Offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)

Die Kampagne Fairtrade-Schools ist seit dem 19. Februar 2014 „offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Was steckt hinter dem Begriff „Bildung für Nachhaltigkeit“?

Der Begriff Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist spätestens seit Beginn der gleichnamigen UN-Dekade in 2005 aus der Bildungsarbeit an Schulen kaum mehr wegzudenken. Bei dem Begriff Nachhaltigkeit geht es um den Gedanken, dass wir in einer globalen Welt leben und unser Handeln uns gegenseitig beeinflusst. Es geht um Gerechtigkeit und dass wir nicht auf Kosten anderer Menschen in anderen Regionen, sowie auch nicht auf Kosten von zukünftigen Generationen, leben sollten. Gerade die Menschen in Entwicklungsländern leiden unter einem ungerechten Wirtschaftssystem und einer zunehmenden Veränderung der klimatischen Verhältnisse. Die Weltbevölkerung wird in Zukunft weiter ansteigen, so dass gesichert sein muss, dass diese Menschen genügend Ressourcen zum Leben zur Verfügung haben sowie in einer gesunden Umwelt leben können.

Auf dem Rio-Gipfel im Jahr 1992 beschlossen 178 Staaten ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung: die Agenda 21 mit konkreten Handlungsempfehlungen. Die Industriestaaten müssen ihre Wirtschaftspolitik und ihre Energie-, Agrar- und Handelspolitik anpassen. Für Entwicklungs- und Schwellenländer bezieht sich das Aktionsprogramm u.a. auf Armutsbekämpfung, ländliche Entwicklung sowie Bildung und Gesundheit.

In der Agenda 21 wird die Rolle von Bildung betont: Ohne einen umfassenden Bewusstseinswandel kann es keine nachhaltige Entwicklung geben. Daher wurde BNE mittlerweile in vielen Kernlehrplänen verankert und somit an Schulen in den Unterricht, aber auch darüber hinaus in das gesamte Schulleben, integriert.

BNE - Fairtrade - Fairtrade-Schools

Der Faire Handel bietet eine Handlungsoption, den Prozess der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen und voranzutreiben. Seit seiner Gründung 1992 setzt sich TransFair e.V. dafür ein, durch faire Handelsbedingungen und Handelspartnerschaften auf Augenhöhe Produzentenorganisationen im globalen Süden Wege aus der Armut zu ermöglichen. TransFair vergibt in Deutschland das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert durch seine Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit das Bewusstsein für verantwortungsvollen und nachhaltigen Konsum.

Ziel von Fairtrade ist es, Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden abzubauen. Fairtrade steht für ethisches Handeln, Nachhaltigkeit und Transparenz – und baut so eine Brücke zwischen Produzenten und Verbrauchern. Menschen, die Fairtrade-Produkte kaufen, leisten durch ihren Einkauf einen konkreten Beitrag, das Leben von Bauernfamilien nachhaltig zu verbessern.

Die Kampagne Fairtrade-Schools unterstützt Schulen dabei, durch ihre Aktionen zum Fairen Handel BNE an der Schule umsetzen zu können. Der Faire Handel wird mit all seinen Nachhaltigkeits-Aspekten in die Schulstrukturen  integriert. Fairtrade-Schools entwickeln ein Verantwortungsgefühl für ihr Handeln und schauen "über den Tellerrand". Sie werden sich bewusst, dass ihr Handeln und ihr Konsum Auswirkungen haben auf das Leben von Bauern und Produzenten im Globalen Süden und ihren Familien und Gemeinschaften. Dies bewirkt eine Verhaltensänderung hin zu einem bewussten Handeln. Nicht nur im Schulalltag, sondern auch darüber hinaus beim Einkaufen mit den Eltern und Freunden.