Fairtrade-Schools fördern eine nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen

Unterrichtsstunde zum fairen Handel. Foto: Jakub Kaliszewski

Im Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung“, 2015-2019, heißt es: „Das übergreifende Ziel des Weltaktionsprogramms besteht darin, Aktivitäten auf allen Ebenen und in allen Bereichen von Bildung und Lernen anzustoßen und zu intensivieren, um den Prozess hin zu einer nachhaltigen Entwicklung zu beschleunigen.“

Die Kampagne Fairtrade-Schools unterstützt Schulen dabei, den fairen Handel nachhaltig in allen wesentlichen Schulstrukturen zu verankern und stößt einen Prozess für ein erstes oder verstärktes Engagement für den fairen Handel an. Dabei wirkt die Kampagne nicht nur an Schulen, sondern durch das vielfältige Aktions- und Vernetzungsangebot werden auch die Lebensbereiche außerhalb von Schulen angesprochen.

Für seinen Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda wurde die Kampagne 2014 zum „Offiziellen Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und 2015 durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung zum Werkstatt N-Projekt ausgezeichnet.

Fairtrade und die Sustainable Development Goals (SDGs)

Durch den fairen Handel lassen sich die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales) anschaulich und praxisnah vermitteln. So fördert er das Globale Lernen und bietet eine Handlungsoption, den Prozess der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen und voranzutreiben. Ziel von Fairtrade ist es, Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im globalen Süden abzubauen. Fairtrade steht für ethisches Handeln, Nachhaltigkeit und Transparenz – und baut so eine Brücke zwischen Produzent*innen und Verbraucher*innen. Menschen, die Fairtrade-Produkte kaufen, leisten durch ihren Einkauf einen konkreten Beitrag, das Leben von Bauernfamilien im globalen Süden nachhaltig zu verbessern. Somit trägt Fairtrade zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsagenda und der SDGs bei.

Die Schulkampagne wirkt insbesondere zu den SDGs 4 (Bildung) und 12 (Kritischer Konsum). Fairtrade-Schools entwickeln ein Verantwortungsgefühl für ihr Handeln und schauen "über den Tellerrand". Sie werden sich bewusst, dass ihr Handeln und ihr Konsum Auswirkungen haben auf das Leben von Produzentenfamilien im globalen Süden. Dies bewirkt eine Verhaltensänderung hin zu einem bewussten Handeln. 

Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zu BNE

Am 20. Juni 2017 wurde der Nationale Aktionsplan zum UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verabschiedet. Das Dokument nennt 130 Ziele und 349 Handlungsempfehlungen zur strukturellen Verankerung von BNE in der deutschen Bildungslandschaft.

Zwischen den Zielen des Aktionsplans und der Kampagne Fairtrade-Schools gibt es viele Schnittstellen. Insbesondere zur Umsetzung der folgenden Ziele trägt die Kampagne bei:

  • Strukturelle Verankerung der BNE im Bildungsbereich Schule.
  • Kompetenzentwicklung von Lehrkräften, u.a. durch Lehrkräftefortbildungen.
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungspartnern.
  • Unterrichts- und Schulentwicklung, u.a. durch neue Impulse für den Unterricht und Beratung für den Aufbau nachhaltiger Strukturen.
  • Förderung lokaler Netzwerke mit Kommune und Zivilgesellschaft, u.a. durch die Verknüpfung mit den Kampagnen Fairtrade-Towns und Fairtrade-Universities.
  • Implementierungshilfe durch viele best practice Beispiele, Beratung und den Aufbau von Vernetzungsstrukturen.
  • Förderung der Partizipation von jungen Menschen, diese werden darin gestärkt, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine nachhaltige Welt einzusetzen. Sie agieren als change agents und Multiplikator*innen.

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