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Fairtrade-Deutschland
30.01.2017

Erste Fairtrade-School in Sachsen-Anhalt

Die Sekundarschule Thomas Müntzer in Wernigerode ist seit dem 28. Januar Fairtrade-School.

Wernigerode, 28. Januar: Die Sekundarschule Thomas Müntzer in Wernigerode erhält am Samstag, den 28. Januar, ihre offizielle Auszeichnung als Fairtrade-School. Damit wird sie bundesweit die 323. Fairtrade-School und die erste im Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Titelverleihung findet im Rahmen des Tags der offenen Tür statt.

Gelebtes Engagement für fairen Handel
Das Thema Fairtrade ist nicht neu für die Schule: Schon lange arbeitet sie mit dem Projekt „Faire Schule in der Fairen Kommune“ des EINE WELT Netzwerks Sachsen-Anhalt e.V. zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation fanden bereits Projekttage und Workshops zu Themen wie Globalisierung und fairer Handel statt, bei denen die Kinder und Jugendlichen viel über das Leben und die Kultur der Menschen anderer Kontinente lernten. Ashley Klein, die Projektkoordinatorin von „Faire Schule in der Fairen Kommune“, erklärte: „Durch die Kampagne ‚Fairtrade-Schools‘ werden die Schülerinnen und Schüler aktiv dazu motiviert, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und sich kritisch mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.“

Keine krummen Dinger mit Bananen
Am Beispiel von Bananen haben die Kinder gelernt, wie fairer Handel genau funktioniert und warum Fairness in der Lebensmittelproduktion so wichtig ist. Die Schülerinnen Mia Ziervogel und Sarah Kirk sind sich einig, dass alle Menschen gerechten Lohn für ihre Arbeit verdient haben. Sarah meinte: „Dieses Projekt über den fairen Handel von Bananen fand ich gut. Es ging darum, dass die Menschen, die die Bananen anbauen auch richtig Geld dafür bekommen. Wichtig ist auch, dass die Kinder in die Schule gehen und eine gute Ausbildung bekommen.“ Die Beispiele von Kinderarbeit in den verschiedenen Ländern der Welt waren für die Schülerinnen und Schülern besonders eindrücklich.

Jeden Monat ein „Fairfriday“
Neben den laufenden Projekten initiiert die Schule auch neue Aktionen, so fand im Januar der erste „Fairfriday“ statt. Zu diesem Anlass verkauften die Schulkinder in der Pause diverse Fairtrade-Produkte: von Bananen, über Kekse bis hin zu Saft und belegten Brötchen. Außerdem hatte der Wahlkurs Kochen einen Buttermilchkuchen mit fair gehandelten Kokosraspeln selbst gebacken. Weil der „Fairfriday“ ein voller Erfolg war, hat die Sekundarschule beschlossen, dass in Zukunft in jedem Monat ein Freitag ein „Fairfriday“ sein wird. Martina Fölsch, Lehrerin und Sprecherin des Fairtrade-Schulteams sagt: „Wir wissen inzwischen zwar, dass das Fairtrade-Siegel auch nicht alle Menschen retten kann und dass es insgesamt ein sehr steiniger Weg ist. Aber wenn wir mit jedem Projekt und mit jedem fair gehandelten Produkt ein kleines bisschen zur Verbesserung unserer Welt beitragen können, sollten wir das tun.“

Auszeichnung am Tag der offenen Tür
Die Urkunde zur Fairtrade-School wird am Tag der offenen Tür um 10 Uhr durch Ashley Klein im Namen von TransFair übergeben. Der örtliche Weltladen wird mit einem kleinen Verkaufsstand vor Ort sein und die Schüler faire Produkte anbieten. Im Schülercafé gibt es zudem fair gehandelten Kaffee für die Besucher.