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Fairtrade-Schools
10.11.2021

Fairtrade Youth positioniert sich in der Klimakrise

„Nichts zu tun wird teurer und gefährdet bereits jetzt unsere Lebensgrundlage und die aller Kleinbäuerinnen und Kleinbauern", heißt es im Dokument „Fairtrade youth demand urgent climate action". Diese deutlichen Worte wurden von jungen Menschen aus Fairtrade-zertifizierten Kooperativen formuliert und am Freitag, den 22. Oktober bei einer Podiumsdiskussion offiziell vorgestellt.

Die Fairtrade Youth stellt klare Forderungen zur Bekämpfung des Klimawandels. Bild: Sean Hawkey.

Das Dokument wurde in Zusammenarbeit mit jungen Menschen aus mehreren Fairtrade-zertifizierten Kooperativen in verschiedenen Ländern und in Zusammenarbeit mit dem Klimawandelprogramm, dem Intercambio-Projekt, den Abteilungen für Menschenrechte und strategische Kommunikation sowie einem Projekt der Europäischen Union entwickelt.

Damit greift das Fairtrade Youth-Netzwerk aktuelle Debatten der Klimakrise auf. Die Positionierung ist klar und deutlich: Dringende Maßnahmen auf individueller und kollektiver Ebene sollen durchgesetzt werden, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die globale Erwärmung zu reduzieren.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftliche Produktion sind bereits spürbar: Verluste bei der Ernte, niedrige Erträge und die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten, die den Lebensunterhalt von Kleinbäuer*innen bedrohen.

Bildung ist der nachhaltige Weg zum Erfolg

Für die jungen Menschen der Fairtrade Youth ist klar, dass die umweltfreundliche Produktion von Nahrungsmitteln nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein sollte. Nur durch eine schonende Produktion ist es möglich, natürliche Ressourcen langfristig zu erhalten.

Sie rufen deshalb dazu auf, konkrete Inhalte im Zusammenhang mit dem Klimawandel in die Bildung zu integrieren. Unter dem Stichwort „Umweltbildung“ sollen außerdem Aktionen und Klimaprojekte umgesetzt werden. Darüber hinaus forderten die Jugendlichen die Entscheidungsträger*innen auf, Vereinbarungen auf hoher Ebene zu fördern, die das Management finanzieller Ressourcen beeinflussen. Es wird gefordert, dass für die am stärksten gefährdeten Gebiete umgehend nachhaltige Produktionsmodelle finanziert werden.

Die Rolle von Fairtrade

Genier Hernández, Kaffeebauer bei der Kooperative FEDECOCAGUA in Guatemala, betont, dass Fairtrade eine nachhaltige Bewegung ist, die Produzent*innen zugutekommt. „Der Klimawandel betrifft uns alle; ich bitte Sie, Fairtrade und die Initiativen junger Menschen zu unterstützen. Wir wollen einen schnellen Wandel herbeiführen, aber wir haben weder die Erfahrung noch die notwendigen Mittel", sagte er.

Die jungen Produzent*innen bitten auch um finanzielle Unterstützung, damit sie Anpassungs- und Eindämmungsmaßnahmen gegen den Klimawandel finanzieren können. Die weltweite Fairtrade-Bewegung, angeführt von Produzentennetzwerken wie der CLAC in Lateinamerika, fordert die Industrienationen auf, ihr Versprechen einzulösen und 100 Milliarden Dollar an Klimahilfe bereitzustellen.

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