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Fairtrade-Schools
10.02.2020

Berliner Schulkantinen werden fair

Ab diesem Sommer werden Reis, Bananen und Ananas in Berliner Schulen ausschließlich aus fairem Handel stammen.


Einkaufskorb mit Fairtrade-Produkten. © Miriam Ersch

„Das ist ein wichtiger Schritt zur Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten, zu der sich Berlin längst in zahlreichen Beschlüssen verpflichtet hat. Wir freuen uns sehr, dass durch eine erfolgreiche zweijährige Kooperation mit dem Bezirksamt Friedrichshain Kreuzberg nun endlich eine Ausschreibung nach Fairhandels-Kriterien steht!“, resümiert Tabitha Triphaus, Referentin für sozial verantwortliche Beschaffung bei der Christlichen Initiative Romero e.V., einer Gründungsorganisation von TransFair e.V.

Faire Produkte sind Ergebnis von zivilem Engagement

Die Auswirkungen der Umstellung werden umfangreich sein: Rund 30 Tonnen Reis und knapp eine halbe Million Bananen verbrauchen Berliner Schulkantinen pro Monat. Diese Produkte werden in Zukunft aus dem fairen Handel stammen, der Produzent*innen unterstützt sowie Kinderarbeit und gesundheitsgefährdenden Pestizideinsatz bekämpft.

„Wir gehen davon aus, dass durch die immense Nachfrage das Angebot wächst – und davon profitieren auch andere Unternehmen in der Gemeinschaftsverpflegung, die faire Produkte in Großgebinden einkaufen möchten. So wirkt sich öffentliche Beschaffung auf die ganze Gesellschaft aus. Weitere Kommunen sollten diesem Beispiel folgen.“, rät Tabitha Triphaus, die der Stadt Berlin bei der Aufnahme der sozialen Kriterien in die Ausschreibung zur Seite stand.

Weitere Akteure könnten folgen

Ausgangspunkt der Entwicklung war eine aktiv geführte Debatte in Form eines Bieterdialogs, der im Sommer vergangenen Jahres zwischen Cateringunternehmen, Politik und Bürger*innen geführt wurde. Dem Beispiel folgen könnten etwa Krankenhäuser, verschiedenste Bildungseinrichtungen, öffentliche Ämter oder Sportvereine. Im Rahmen der Kampagnen Fairtrade-Towns, -Schools und -Universities wird bereits seit Langem erfolgreich an der Etablierung des fairen Handels in Bildung und Kommunen gearbeitet.

Die Christliche Initiative Romero (CIR), die im Berliner Dialog die Bürger*innen vertrat, bietet dazu spezielle Beratungen an und hat kürzlich einen Leitfaden für die Beschaffung fair gehandelter Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen erstellt.

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